Fränkische Schweiz

July 8, 2017
Outdoor

Ab in die Fränkische Schweiz. Größtes zusammenhängendes Klettergebiet Europas... oder so ähnlich wird es beworben.

Besuchte Gebiete: Martinswand, Muggendorfer WändeFrankendorfer Klettergarten

Am Freitag in Herrgotts früh ging es los (zumindest den Aussagen einiger Mitreisenden zu folge). Über die A3 Richtung Nürnberg, Forchheim und nach Gößweinstein.

In Gößweinstein erst einmal die wunderschöne Kirche besichtigt und dann ab zum ersten Felsen. Oh Entschuldigung: Basilika

Nachdem wir uns endlich für den ersten Felsen entschieden hatten, ging es mit der Parkplatzsuche los. Gar nicht so einfach wenn man noch niemals in der Gegend gewesen ist.

Wir entschieden uns für die Martinswand, da an diesem Felsen alle für uns in Frage kommenden Schwierigkeitsgrade vorhanden sind (5-8). Als wir dann nach ca 5 Gehminuten angekommen waren, war die Überraschung der fast nicht vorhandenen Absicherung groß. Zumindest bzgl. der niedrigen Schwierigkeitsgraden. Erste Bohrung auf 6 Metern? Gott sei dank hatten wir genug Equipment zur Selbstsicherung dabei. Somit wurde die Einstiegsroute gesichert und von uns sechs gemeistert.

Die verschiedenen Routen liegen zwischen mehreren Wanderwegen und somit hatten wir häufig begeisterte Zuschauer.

Nach diesem ersten Einstieg in die Fränkische Schweiz machten wir uns Abends auf den Weg in die Herberge: Haus Ammonit. Dies war unser erster Besuch dort und wir waren von der Ausstattung positiv angetan. Für diesen Preis hätten wir nicht ganz so viel Komfort erwartet. Zum Essen gab es dann noch einen riesen Topf Chili und mit gefüllten Mägen suchten wir das Kletterziel des nächsten Tages aus....

Von einem schrecklichen Gekreische, welches angeblich einen Hahn darstellen sollte, wurden wir durch die Frauen unserer Gruppe geweckt. Frühstück mit Brötchen, Wurst, Käse, Orangensaft und Rührei und natürlich der obligatorische Kaffee.

Tag 2: Muggendorfer Wände

Vom ersten Tag schon etwas geschafft machten wir uns auf in das zweite Gebiet. Parkplatz war schnell gefunden, doch diesmal war der Anstieg das Problem. Nur mit Topo ausgerüstet ging es los. Leider waren die Beschreibungen nicht so der Renner und damit ging es ab und zu auch wieder zurück. Nach ca. 30 Minuten hatten wir dann unser Ziel doch noch erreicht. Das Wetter hat Gott sei Dank gehalten... nun außer ich bin irgend eine Route vorgestiegen. Wie gerufen hat es dann angefangen zu regnen. Aber auch Klettern bei Regen ist irgendwie mal eine Erfahrung wert. Sobald ich oben oder unten war hat es aufgehört. Nicht zu erwähnen, dass ich nicht mehr als Erster an die Wand durfte :-(

Dieses Gebiet eignetet sich hervorragend um auch schöne Fotos vom Klettern von oberhalb der Routen zu machen und nicht immer nur diese "Hinternbilder" zu bekommen. Einmal außenrumgelaufen und hochgestiegen und schon hatte man einen perfekten Blick auf die sich abmühenden Freunde. Abends ging es zurück ins Haus Ammonit. Wir hatten am Vortag "Schäufele" mit Knödeln bestellt und als diese dann vor uns auf dem Tisch standen, staunten wir über die Größe der Portion nicht schlecht. Zu empfehlen sind die Aussichtsplatformen oder eher Aussichtsfelsen gegenüber der Wand. Schlinge und Karabiner mitnehmen und somit lassen sich herrliche Bilder des Tals schießen.

Tag 3:  Frankendorfer Klettergarten

Auch Tag drei begann mit der Parkplatzsuche für das genannte Gebiet. Wir haben den offiziellen nicht gefunden und mussten so ein bisschen weiter Laufen. Der Anstieg zur Wand war etwas länger und festes Schuhwerk empfiehlt sich unbedingt. Viele lose Steine und steil bergauf ging es. An der Wand angekommen entschieden wir uns erst einmal für das Rondell. Hier gibt es für alle Geschmäcker etwas zu absolvieren. Leider war der Boden noch relativ nass und damit gestaltete sich das Sichern in einigen Routen als nicht so einfach (Rutschgefahr). Mit einer Selbstsicherung zwischen zwei Felsen konnten wir das aber sehr gut lösen. Uns hat diese Wand sehr gut gefallen. Es gab Routen zum tüffteln, probieren aber auch schöne, gut Besteigbare.

Auf dem Heimweg machten wir noch kurz in einer Gastwirtschaft halt und schlugen uns den Bauch voll. War ein sehr geiles und gelungenes Wochenende. Bis zum nächsten Mal ....

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